Als ich für die Hamburgische Bürgerschaft kandidiert habe, war die Hoffnung groß, ein spannendes Jahr 2020 zu erleben, mit vielen neuen Dingen, die auf mich zukommen könnten. Damit gerechnet tatsächlich in die Bürgerschaft einzuziehen habe ich jedoch bis zum Schluss nicht. Noch weniger damit gerechnet habe ich, dass die ersten Monate in der Bürgerschaft so aussehen wie sie es gerade tun.

Am Montag nach der Wahl, wusste ich, dass jetzt spannende Tage auf mich zukommen würden. Es ging darum ein Team zusammenzustellen, sich auf die Suche nach einem Büro zu begeben und sich Gedanken zu machen, welche inhaltlichen Schwerpunkte ich für meine kommende Arbeit setzen möchte. Ich begann, mit Mitarbeiter*innengesprächen und fing an, alle möglichen Vermieter*innen anzurufen und Internetportale nach Büroräumen zu durchsuchen. Hier endet dann aber auch schon die Normalität. Meine Mitarbeiter*innen und ich konnten uns bis heute noch nicht zu einem persönlichen Gespräch treffen und einen Mietvertrag konnte ich ebenfalls noch nicht unterschreiben.

War die erste Fraktionssitzung noch im Rathaus, findet sie nun bei Zoom im Videochat statt. Generell sitzt man als Abgeordnete gerade viel vor dem Laptop oder am Handy, denn alle Gespräche die normalerweise in Sitzungssälen oder im Büro stattfinden würden, finden nun digital statt. Mehrmals die Woche haben wir die Möglichkeit mit den Senator*innen und dem Bürgermeister zu sprechen und Fragen, die uns oder den Menschen aus unseren Stadtteilen auf dem Herzen liegen, zu stellen. Täglich spricht man mit Gewerbetreibenden, Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Nachbar*innen, die Fragen haben, wie es für sie weitergeht und wie sie die jetzige Zeit bewerkstelligen sollen.

Um Gespräche mit den Hamburgerinnen und Hamburger zu verstetigen und zu vereinfachen, bieten Abgeordnete unserer Fraktion an jedem Donnerstag von 17-18 Uhr eine Bürgersprechstunde an. Auch mich erreicht ihr in dieser Zeit per Mail, Telefon oder über Social Media.

Zusätzlich teste ich verschiedene Formate online aus. So biete ich regelmäßig die Möglichkeit an, mir Fragen auf Instagram zu stellen, die ich dort beantworte oder ich lade Expert*innen zu einem Thema ein, die aktuelle Geschehnisse mit mir besprechen. Zuletzt sprach ich mit Terry Reintke, einer Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament über das Abtreibungsverbotsgesetz in Polen.

Ich freue mich, wenn die Arbeit in der Hamburgischen Bürgerschaft wieder an Normalität gewinnt, zunächst müssen wir allerdings diese Herausforderung überstehen und zwar gemeinsam!

Falls Ihr Fragen habt, schreibt mir gerne oder ruft mich an!

Eure Julia Barth

Mail: info@juliabarth-hamburg.de
Telefon: 040-320 41 950
Insta: juliabarth_hh