Seit dem 18. März 2020 darf ich dank der vielen Menschen, die mich unterstützt und gewählt haben, die Zukunft unserer großartigen Stadt als Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft aktiv mitgestalten. Damit geht für mich ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Nach dem kräftezehrenden Wahlkampf blickte ich voller Spannung auf die neue Aufgabe. Und dann kam Corona. Zugegeben, meinen Start hatte ich mir anders vorgestellt. Denn die Corona-Krise prägt auch den parlamentarischen Betrieb: Bürgerschaftssitzungen finden im verkleinerten Kreis und mit gehörigem Abstand statt und auch die Ausschüsse ruhen weitestgehend. Fast die gesamte Kommunikation findet digital per Videokonferenz statt. Doch Politik lebt für mich vor allem vom persönlichen Austausch und dem Entwickeln von Lösungen im direkten Gespräch. Das ist in diesen besonderen Zeiten leider nur eingeschränkt möglich.
Das heißt aber nicht, dass ich als Abgeordneter nicht gefordert bin. Der Fraktionsvorstand informiert uns Abgeordnete fast täglich umfassend über aktuelle Vorgänge und in wöchentlichen Videokonferenzen berichten die Senatoren von ihrer Arbeit und den zumeist Corona-bedingten Herausforderungen. Zugleich habe ich mein Abgeordnetenbüro aufgebaut und mein Team zusammengestellt. So unterstützt mich etwa mein Büroleiter Markus Schmidt bereits tatkräftig bei der Bewältigung des Tagesgeschäfts.

Denn neben der klassischen parlamentarischen Arbeit steht für mich der Kontakt mit den BürgerInnen an oberster Stelle. So führe ich unter www.arne-platzbecker.de ein Videotagebuch, indem ich über die wichtigsten Themen der Woche informiere. Jeden Donnerstag und Freitag mache ich eine Telefonsprechstunde. Dort erreichen mich viele Hilferufe. Und genau hier sehe ich derzeit meine Hauptaufgabe: Die Corona-Beschränkungen treffen uns zwar alle, aber für manche wiegen die Folgen schwerer als für andere. Als Abgeordneter sehe ich mich in der Pflicht darin, in „meinen“ Stadtvierteln auf der Straße hinzuschauen, zu zuhören und die Alltagsprobleme in den politischen Betrieb zurück zu spiegeln und gemeinsam gute Lösungen für alle zu organisieren. Das gilt aktuell mehr denn je.

Nichts desto trotz freue mich, wenn die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen, wir im Juni Peter Tschentscher zu unserem alten und neuen Bürgermeister wählen und anschließend der parlamentarische Betrieb richtig durchstartet.

Euer Arne Platzbecker