„MITTE MACHEN“ – wir haben die Projekte ausgewählt!

Die Bezirksversammlung hat 19 Projekte für die Stadtteile Rothenburgsort, Hamm und Borgfelde, Horn und Billstedt beschlossen, welche die wichtigen Fördergelder aus „Mitte machen“ erhalten sollen. Unsere Projektliste berücksichtigt insbesondere die Verteilungsgerechtigkeit im Modellgebiet sowie die Diversität der Einzelprojekte. So fördern wir ausdrücklich nicht eine bestimmte Sportart, sondern unterstützen auch z.B. den Wassersport und den Reitsport. An dieser Stelle möchten wir euch für jeden Stadtteil ein Projekt vorstellen: 

In Borgfelde soll die Sportanlage Beim Gesundbrunnen zu einem Sportzentrum ausgebaut werden. Kunstrasen, eine neue Flutlichtanlage und der Neubau eines Sportfunktionsgebäudes sowie Multifunktionsraumes und eine Zweifeldhalle sollen dem Verein neue Nutzungsmöglichkeiten bieten. Es soll geprüft werden, ob die Sportanlage zusammen mit der Projektskizze „Afrikanisch-Deutsche Community Center“ gedacht werden kann. Das Zentrum könnte neben Beratungs-, Schulungs- und Erziehungsangebote, auch Exzellenz-Förderung im Bildungssektor bieten. Im Ergebnis ein vielfältiges Quartierszentrum für Borgfelde!

Für Hamm soll das Aschberggelände im Zuge der Entwicklung der „Osterbrookhöfe -Wohnen am Rückerskanal“ mit rd. 840 neuen Wohnungen neu gestaltet werden. Mit dem Projekt „Quartierssportzentrum am Aschberg“ entsteht ein neues Zentrum für Sport, Schwimmunterricht, Freizeit, speziell für Kinder und Jugendliche aber auch für alle Altersgruppen und Vereinsnutzung. Das Multifunktionsgebäude beherbergt ein ganzjährig nutzbares Quartiersbad, eine Sporthalle, den Jugendtreff Hamm e.V., das Vereinsheim SC Hamm 02, eine Bewegungskita, eine Gastronomie, Funktionsräume für die Sportangebote im Park und eine Quartiersgarage.

Der Horner Aufschwung im Gebiet Horner Geest soll eine Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters werden. Das neue Gebäude soll auf dem Standort direkt neben der Schule Querkamp in der Horner Geest realisiert werden. Die Horner Geest wird stark nachverdichtet, wodurch der Bedarf an Jugendhilfearbeit, Beratungen für Erwachsene und Sport wachsen wird. Der Horner Aufschwung bietet ein neues Zuhause für die Elternschule Horner Geest, Jugendzentrum Horner Geest, Spielehaus Speckenreye und diverse Sportangebote. Durch die räumliche Nähe der einzelnen Einrichtungen ist eine gute Zusammenarbeit garantiert. 

In Billstedt plant der Schiffbeker Reitverein e.V. mit dem Projekt „Tierisch gute Begegnungen“ den tiergerechten Umgang mit Pferden, Ponys, Hunden und anderen Vierbeinern. Es werden naturnahe Räume eröffnet und vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglicht, die für die Freizeitgestaltung sowie besonders auch für Schulen und sonstige Bildungsträger im Hamburger Osten offenstehen. Die besondere Lage, direkt am Öjendorfer Park, mitten in Hamburg, wo Pferde ansonsten nicht zum alltäglichen Bild gehören, unweit eines großen Einkaufzentrums und Wohnsiedlungen, erhält der Reitverein eine grüne Oase für alle Menschen in Billstedt aufrecht.

Mit dem Projekt „Sozialen Quartiers- und Dienstleistungszentrum Mümmelmannsberg“ soll das von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern langersehnte Quartierszentrum Mümmelmannsberg endlich Wirklichkeit werden. Dieses Zentrum soll mehrere Vereine und Angebote sowie Dienstleistungen unter einem Dach vereinen. Von Erziehungsberatungsstelle und Kinder- und Jugendtreff über Lernräume, einem Bewegungsraum und einem Café soll den Mümmelmannsbergern hier ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot gemacht werden. 

Für Rothenburgsort wurde das Projekt  „Vielfalt in Bewegung“ beschlossen. Es ist ein zentraler Ort für Bewegung, Begegnung, Kultur, Soziales und lokale Produktion am Stadtteileingang von Rothenburgsort. Damit wird ein neues Stadtteilzentrum für Rothenburgsort geschaffen. 

Ein buntes Potpourri an Projekten. Wir informieren euch über den weiteren Verlauf!

(Text: Yannick Regh | Stellv. Bezirksfraktionsvorsitzender)

ARNE PLATZBECKERS ERSTE TAGE IM RATHAUS

Seit dem 18. März 2020 darf ich dank der vielen Menschen, die mich unterstützt und gewählt haben, die Zukunft unserer großartigen Stadt als Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft aktiv mitgestalten. Damit geht für mich ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Nach dem kräftezehrenden Wahlkampf blickte ich voller Spannung auf die neue Aufgabe. Und dann kam Corona. Zugegeben, meinen Start hatte ich mir anders vorgestellt. Denn die Corona-Krise prägt auch den parlamentarischen Betrieb: Bürgerschaftssitzungen finden im verkleinerten Kreis und mit gehörigem Abstand statt und auch die Ausschüsse ruhen weitestgehend. Fast die gesamte Kommunikation findet digital per Videokonferenz statt. Doch Politik lebt für mich vor allem vom persönlichen Austausch und dem Entwickeln von Lösungen im direkten Gespräch. Das ist in diesen besonderen Zeiten leider nur eingeschränkt möglich.
Das heißt aber nicht, dass ich als Abgeordneter nicht gefordert bin. Der Fraktionsvorstand informiert uns Abgeordnete fast täglich umfassend über aktuelle Vorgänge und in wöchentlichen Videokonferenzen berichten die Senatoren von ihrer Arbeit und den zumeist Corona-bedingten Herausforderungen. Zugleich habe ich mein Abgeordnetenbüro aufgebaut und mein Team zusammengestellt. So unterstützt mich etwa mein Büroleiter Markus Schmidt bereits tatkräftig bei der Bewältigung des Tagesgeschäfts.

Denn neben der klassischen parlamentarischen Arbeit steht für mich der Kontakt mit den BürgerInnen an oberster Stelle. So führe ich unter www.arne-platzbecker.de ein Videotagebuch, indem ich über die wichtigsten Themen der Woche informiere. Jeden Donnerstag und Freitag mache ich eine Telefonsprechstunde. Dort erreichen mich viele Hilferufe. Und genau hier sehe ich derzeit meine Hauptaufgabe: Die Corona-Beschränkungen treffen uns zwar alle, aber für manche wiegen die Folgen schwerer als für andere. Als Abgeordneter sehe ich mich in der Pflicht darin, in „meinen“ Stadtvierteln auf der Straße hinzuschauen, zu zuhören und die Alltagsprobleme in den politischen Betrieb zurück zu spiegeln und gemeinsam gute Lösungen für alle zu organisieren. Das gilt aktuell mehr denn je.

Nichts desto trotz freue mich, wenn die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen, wir im Juni Peter Tschentscher zu unserem alten und neuen Bürgermeister wählen und anschließend der parlamentarische Betrieb richtig durchstartet.

Euer Arne Platzbecker

WIE WIRD EIGENTLICH DER BÜRGERMEISTER GEWÄHLT?

Es mag Euch überraschen: Der Mann, der unsere Stadt so souverän durch die Corona-Krise führt, ist – strenggenommen – zurzeit gar kein „richtiger“ Bürgermeister. Das regelt unsere Verfassung: nach Art. 34 endet die Amtszeit des Bürgermeisters und der SenatorInnen, sobald eine neue Bürgerschaft zusammentritt. Seit zwei Monaten regieren Peter Tschentscher und sein Senat also „kommissarisch“. Höchste Zeit, das zu ändern!
Der erste Schritt war die Bürgerschaftswahl. Wir haben mit großem Vorsprung gewonnen, und wir wollen regieren. Die Koalitionsverhandlungen haben gezeigt, dass die GRÜNEN weiter als Partner zur Verfügung stehen – den brauchen wir, damit wir im Parlament die Mehrheit haben.

Wenn die Parteien dem Koalitionsvertrag zugestimmt haben, kommt die Sache in die Bürgerschaft. Geplant ist das für unsere Sitzung am 10. Juni. Bisher haben wir wegen Corona ja nur mit dem halben Parlament getagt – das wird sich nun endlich ändern, und alle 123 Abgeordneten sind dabei. Die SPD-Fraktion wird beantragen, die Bürgerschaft möge Peter Tschentscher zum Ersten Bürgermeister wählen. Dann wird abgestimmt, mit Stimmzetteln, Wahlkabinen und Wahlurnen. Erforderlich ist die Mehrheit der gesetzlichen Mitglieder der Bürgerschaft. Nach der Auszählung der Stimmen wird der Erste Bürgermeister von der Bürgerschaftspräsidentin vereidigt, und am 10. Juni gegen 14 Uhr hat dann Hamburg wieder einen „richtigen“ Bürgermeister! Im Anschluss beruft Peter die Zweite Bürgermeisterin und seine Senatorinnen und Senatoren, und diese werden, ebenfalls in geheimer Abstimmung, gemeinsam vom Parlament bestätigt und einzeln vereidigt. Danach regelt der Senat seine „Geschäftsverteilung“, also die Zuständigkeiten für die Ressorts und Behörden. Und die Bürgerschaftssitzung wird mit Debatten und Abstimmungen fortgesetzt.

(Text: Carola Veit, MdHB)

Unser Führungstrio im Rathaus & Senat

Aufregende Wochen im Rathaus liegen hinter uns. Unser Regierungsprogramm war die Grundlage für die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Die Ergebnisse in den einzelnen Themenfeldern konntet ihr verfolgen – fast täglich wurden gemeinsam die verhandelten Punkte bekanntgegeben. Der Umgang miteinander war freundlich und respektvoll, und in den Sachfragen setzte sich meist die Kompetenz unserer Verhandler/innen durch. Auch für Mitte: z.B. die U4-Verlängerung nach Wilhelmsburg, eine autoarme Innenstadt, bessere Radwege und einiges mehr. „Die ganze Stadt im Blick“ – unser Wahlmotto war auch der Leitfaden für die Verhandlungen. Aber auch unser alter und neuer Koalitionspartner konnte wichtige Punkte festzurren. Das muss so sein, wenn man fünf Jahre vertrauensvoll zusammenarbeiten will.

Am Ende, wenn es um die Verteilung der Ressorts, einzelne Strukturfragen und das Personal für den Senat geht, wird es immer noch einmal turbulenter. Aber auch hier haben wir starke Ergebnisse. SPD-geführt werden die Ressorts Finanzen; Inneres und Sport mit unserem Andy Grote aus Mitte; Wirtschaft und Innovation; Arbeit, Soziales, Familie und Integration – hier kommt Gesundheit dazu; Kultur und Medien; Stadtentwicklung und Wohnen und Schule und Berufsbildung. Grün geführt werden künftig weiterhin die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, für Umwelt, Klima und Energie, und neu für Justiz und Verbraucherschutz und die neue Behörde für Verkehr und Mobilitätswende.

Am Ende steht ein Koalitionsvertrag für die nächsten fünf Jahre. In weiten Teilen soll unsere erfolgreiche Politik fortgesetzt werden, einige neue Ziele und Pläne sind enthalten, und natürlich auch ein paar Herzensanliegen des Koalitionspartners. Jetzt ist die Partei gefragt! Am 06. Juni stimmen die Landesdelegierten ab. Über den Koalitionsvertrag und auch über die Senatsbildung, für die nach unseren Statuten der Bürgermeister vorschlagsberechtigt ist. Die Grünen bestimmen natürlich selbst über ihre Senatsmitglieder.

Liebe Genossinnen und Genossen, es ist gelungen, einen für die Zukunft unserer Stadt sehr guten Vertrag auszuarbeiten, der sehr viele sozialdemokratische Inhalte berücksichtigt. Peter Tschentscher wird im Senat auf ein bewährtes, starkes Team setzen können – damit wir weiterhin die ganze Stadt im Blick haben.

Eure Carola Veit

UNSER KREISVORSITZENDER GEHT – WIR MACHEN WEITER

Zwei Jahrzehnte lang hat Johannes Kahrs als Vorsitzender unseren Kreis Mitte geprägt und unsere Interessen vertreten. Seinem Engagement verdanken wir, dass wir im Herzen Hamburgs so erfolgreich Politik machen können. Stärkste Fraktion in der Bezirksversammlung, elf Bürgerschaftsabgeordnete, eines der wichtigsten Senatoren-Ämter: An uns führt kein Weg vorbei.
Darauf sind wir stolz, und dafür sind wir Johannes dankbar. Dass er uns so plötzlich verlässt, ist schmerzhaft. Warum er aufhört, erklärt er Euch (rechts) selbst.

Für uns heißt das: Zusammenstehen und Ärmel aufkrempeln. Viele Selbstverständlichkeiten müssen neu organisiert werden. Johannes verlässt uns ja auch als Bundestagsabgeordneter. Einige Weichenstellungen und Entscheidungen stehen an. Der Kreisvorstand hat mich einstimmig gebeten, in dieser schwierigen Zeit zunächst den Vorsitz der Mitte-SPD zu übernehmen. Ich mache das, auch wenn Johannes ein Paar verdammt großer Schuhe hinterlassen hat.

Ich bin sicher, dass wir gemeinsam die Zukunft gestalten können. Wir werden nach Corona Arbeit und Wirtschaft reparieren, wir werden die großen Stadtentwicklungsprojekte vorantreiben, und wir werden uns im Kleinen um die Stadtteile kümmern. Aufgaben und Projekte gibt es genug – gemeinsam schaffen wir das.

Johannes hat jedes Jahr 200 Hausbesuche gemacht, über 10.000 Menschen auf Busreisen mit nach Berlin genommen, sich oft schon um 7 Uhr morgens getroffen, monatliche Frühschoppen veranstaltet – näher an den WählerInnen war wohl kaum jemand.

Das kann und wird wahrscheinlich niemand kopieren. Wir brauchen diesen intensiven Bürgerkontakt, den ständigen Dialog, aber wir werden ihn künftig auf mehr Schultern verteilen müssen. Da zähl‘ ich auf Euch alle!

Ihr merkt, wir sind mit dem Mitte-Info ein wenig aus dem Rhythmus geraten. Auch im Kreisbüro ist gerade viel zu tun. In der nächsten Ausgabe werden wir Euch von der Bürgermeisterwahl und dem Koalitionsvertrag berichten – bis zur Sommerpause ist schließlich noch einiges los.

Herzliche Grüße,

Eure

Persönliche Erklärung Johannes Kahrs

Für das Jahr 2020 habe ich mir seit Langem einen persönlichen Neuanfang vorgenommen. Nach 21 Jahren im Deutschen Bundestag, seit fast 40 Jahren in der SPD, wird es Zeit für mich, andere Wege zu gehen.

Ich wollte einen Neuanfang in der Politik. Da mir die Bundeswehr sehr am Herzen liegt, als Oberst der Reserve, ehemaliges Mitglied im Verteidigungsausschuss oder als langjähriger Berichterstatter für das Verteidigungsministerium im Haushaltsausschuss, hätte ich gerne für das Amt des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages kandidiert. Für das Amt des Wehrbeauftragten bewirbt man sich nicht, man wird vorgeschlagen. Der Fraktionsvorsitzende hat Eva Högl vorgeschlagen. Ich akzeptiere dies und wünsche ihr viel Erfolg.

Nun suche ich außerhalb der Politik einen Neuanfang und trete mit Ablauf des 05. Mai 2020 von meinem Mandat und allen politischen Ämtern zurück. Ich danke all meinen Weggefährten, meinen Freunden und politischen Begleitern vieler Jahre. Ich bin meiner Partei zutiefst verbunden. Ihr habt meine Arbeit erst möglich gemacht. Ich war und bin immer stolz auf die Zusammenarbeit, Freundschaft und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl aus Hamburg-Mitte gewesen.

Ich wünsche Carola Veit als kommisarische SPD-Kreisvorsitzende viel Erfolg. Bin überzeugt, sie wird das richtig gut machen mit Eurer Hilfe! Ich werde auch künftig dem schönsten Kreisverband verbunden bleiben als fröhlicher Sozi. Vielen Dank für die tollen Jahre und auf bald!

Euer Johannes

WIE DAS CORONA-VIRUS DAS SCHAUSTELLER-GEWERBE BEDROHT

Wegen des Corona-Virus sind Großveranstaltungen bis mindestens 31. August verboten. Die Schausteller*innen trifft das besonders hart. Ein jahrhundertealter Kulturzweig könnte unwiederbringlich verloren gehen.

Es war alles vorbereitet für den „Frühlingsdom“. Das große Hamburger Volksfest, das jedes Jahr Millionen auf das Heiligengeistfeld im Stadtteil Sankt Pauli lockt, sollte am 27. März beginnen. Dann kam das Corona-Virus und der Frühlingsdom wurde gestrichen. „Die Absage kam zwei Tage vor dem geplanten Beginn. Die ersten Schausteller waren schon auf dem Platz“, erzählt Dirk Sielmann.

Sielmann ist Kommunalpolitiker, Mitglied der Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte und seit fast 20 Jahren Vorsitzender des wohl außergewöhnlichsten Ortsvereins der SPD, des Distrikts Heiligengeistfeld. Das Besondere: Bis auf Sielmann sind fast alle Mitglieder Schausteller*innen. Der Ortsverein trifft sich nur dreimal im Jahr, immer dann, wenn ein „Dom“ in Hamburg stattfindet.

Keine Einnahmen seit dem 1. Januar

„Normalerweise wären unsere Mitglieder mit ihren Fahrgeschäften schon seit Wochen auf Reisen“, berichtet Dirk Sielmann am Telefon. Die Schausteller-Saison beginnt traditionell mit Frühlingsfesten in der Zeit um Ostern und zieht sich bis in den Spätherbst. Doch wegen Corona ist in diesem Jahr alles anders. „Die Schausteller sind zuhause und pflegen ihre Geräte“, berichtet Sielmann.

Und das wird zunehmend zum Problem. Denn während andere Branchen vorübergehend auf Kurzarbeit setzten oder ihre Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt haben, liegt die komplette Schausteller-Branche brach. Von einem „Berufsausübungsverbot“ spricht schon der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), Albert Ritter. „Die Schausteller haben seit dem 1. Januar keine Einnahmen“, betont Dirk Sielmann den Ernst der Lage. Wer nicht mit seinem Fahrgeschäft auf einem der Weihnachtsmärkte vertreten gewesen sei, für den sei die Durststrecke sogar noch länger – „und das bei laufenden Kosten“.

Ein Schutzschirm für Schausteller und das ambulante Gewerbe

Sielmann fordert deshalb einen „Schutzschirm für Schausteller und das ambulante Gewerbe“. Damit sollen die Kosten für den Unterhalt der Fahrgeschäfte gedeckt und das tägliche Leben der Schausteller*innen gesichert werden. Zwar könnten auch sie auf Kurarbeitergeld und staatliche Soforthilfen zurückgreifen, doch werde das den meisten nur für kurze Zeit helfen – zumal Großveranstaltungen gerade bis mindestens zum 31. August verboten wurden. „Das ist eigentlich die Hochphase“, erklärt Sielmann. Er geht deshalb bereits davon aus, dass „das ganze Jahr ein Ausfall“ wird. „Einnahmen, die jetzt verloren sind, kann niemand mehr zurückholen.“

Betroffen sind nicht nur die rund 5000 Schausteller-Familien und etwa 55.000 Arbeitskräfte. Das Schausteller-Gewerbe ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Nach Angaben des Deutschen Schaustellerbundes werden jedes Jahr 4,7 Milliarden Euro auf den fast 10.000 Kirmessen, Jahrmärkten und Schützenfesten umgesetzt. Für Dirk Sielmann steht aber etwas anderes im Vordergrund. „Das Schaustellertum ist seit Jahrhunderten eine kulturelle Einrichtung.“ Gerade in kleineren Orten sei das jährliche Volksfest ein echtes kulturelles Ereignis.

Eine Ausnahmesituation, schlimmer als zu Kriegszeiten

„Die Schaustellerei wird gelebt und kann nicht gelernt werden“, sagt Sielmann. Es handele sich ohne Ausnahme um Familienbetriebe. „Wenn einer von ihnen Pleite geht, gibt es keine Nachfolge oder Neueröffnung.“ Deshalb sei es so wichtig, dass der Staat den Schausteller*innen in dieser „Ausnahmesituation“ unter die Arme greife. „Eine Situation wie jetzt hat es selbst zu Kriegszeiten nicht gegeben“, betont Sielmann. „Wenn jetzt nichts passiert, ist eine ganze Kultureinrichtung unwiederbringlich verloren.“

„MITTE MACHEN“ – Es geht weiter im Hamburger Osten

Das sogenannte 140 Millionenprojekt „Mitte machen“ hat eine entscheidende Hürde genommen, denn die Bewerbungsphase der Projekte ist abgeschlossen. Aber zurück zur Startlinie, worum geht es eigentlich:

2018 hat der Haushaltsauschuss im Bundestag für die Förderung der Stadtteilentwicklung im Hamburger Osten 50 Millionen Euro beschlossen. Initiativgeber war unser Bundestagsabgeordneter Johannes Kahrs, der den Ball danach an Finanzsenator Andreas Dressel abgegeben hat, der sich um die Ko-Finanzierung kümmern musste. Denn den gleichen Betrag wie der Bund, lieferte die Stadt Hamburg. Diese 100 Millionen Euro sind nun durch weitere 20 Millionen Euro vom Bund augestockt worden – die Stadt wird sich mit der gleichen Summe beteiligen.

Legales Doping für unsere Stadtteile Mümmelmannsberg, Billstedt, Horn, Hamm und Rothenburgsort. Das Ankerthema ist zwar der Sport – doch auch Abseits des Spielfeldes lassen sich Projekte mitdenken. So sind weitere Mitspieler Cafes, Staddteilhäuser, Ärztehäuser, Einrichtungen für Senioren und Jugendliche. Eins der Vorzeigeprojekt ist zum Beispiel der geplante „Horner Aufschwung“. Hier soll die Elternschule Horn unter einem Dach mit dem Sportverein HT16, dem Jugendzentrum Horner Geest und mittelfristig einem Bewegungskindergarten in gemeinsame Räumlichkeiten ziehen. Synergieeffekte gibt es viele: Tagungsräume, Küche, Sanitäranlagen etc. können sich nun alle Spieler der Mannschaft teilen.

Es gibt viele weitere Projekte: Das Stadtteilhaus Mümmelmansberg, die Sportanlage in der Markmannstraße, ein Hafenbad in der Bille und vieles mehr. Die Projekte haben alle Anlauf genommen und der Ball liegt nun beim Bezirksamt, welches die Projekte auf die Kriterien überprüfen muss.

Meine ersten Tage in der Hamburgischen Bürgerschaft

Als ich für die Hamburgische Bürgerschaft kandidiert habe, war die Hoffnung groß, ein spannendes Jahr 2020 zu erleben, mit vielen neuen Dingen, die auf mich zukommen könnten. Damit gerechnet tatsächlich in die Bürgerschaft einzuziehen habe ich jedoch bis zum Schluss nicht. Noch weniger damit gerechnet habe ich, dass die ersten Monate in der Bürgerschaft so aussehen wie sie es gerade tun.

Am Montag nach der Wahl, wusste ich, dass jetzt spannende Tage auf mich zukommen würden. Es ging darum ein Team zusammenzustellen, sich auf die Suche nach einem Büro zu begeben und sich Gedanken zu machen, welche inhaltlichen Schwerpunkte ich für meine kommende Arbeit setzen möchte. Ich begann, mit Mitarbeiter*innengesprächen und fing an, alle möglichen Vermieter*innen anzurufen und Internetportale nach Büroräumen zu durchsuchen. Hier endet dann aber auch schon die Normalität. Meine Mitarbeiter*innen und ich konnten uns bis heute noch nicht zu einem persönlichen Gespräch treffen und einen Mietvertrag konnte ich ebenfalls noch nicht unterschreiben.

War die erste Fraktionssitzung noch im Rathaus, findet sie nun bei Zoom im Videochat statt. Generell sitzt man als Abgeordnete gerade viel vor dem Laptop oder am Handy, denn alle Gespräche die normalerweise in Sitzungssälen oder im Büro stattfinden würden, finden nun digital statt. Mehrmals die Woche haben wir die Möglichkeit mit den Senator*innen und dem Bürgermeister zu sprechen und Fragen, die uns oder den Menschen aus unseren Stadtteilen auf dem Herzen liegen, zu stellen. Täglich spricht man mit Gewerbetreibenden, Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Nachbar*innen, die Fragen haben, wie es für sie weitergeht und wie sie die jetzige Zeit bewerkstelligen sollen.

Um Gespräche mit den Hamburgerinnen und Hamburger zu verstetigen und zu vereinfachen, bieten Abgeordnete unserer Fraktion an jedem Donnerstag von 17-18 Uhr eine Bürgersprechstunde an. Auch mich erreicht ihr in dieser Zeit per Mail, Telefon oder über Social Media.

Zusätzlich teste ich verschiedene Formate online aus. So biete ich regelmäßig die Möglichkeit an, mir Fragen auf Instagram zu stellen, die ich dort beantworte oder ich lade Expert*innen zu einem Thema ein, die aktuelle Geschehnisse mit mir besprechen. Zuletzt sprach ich mit Terry Reintke, einer Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament über das Abtreibungsverbotsgesetz in Polen.

Ich freue mich, wenn die Arbeit in der Hamburgischen Bürgerschaft wieder an Normalität gewinnt, zunächst müssen wir allerdings diese Herausforderung überstehen und zwar gemeinsam!

Falls Ihr Fragen habt, schreibt mir gerne oder ruft mich an!

Eure Julia Barth

Mail: info@juliabarth-hamburg.de
Telefon: 040-320 41 950
Insta: juliabarth_hh

Auf großer Hafenrundfahrt am 30. Oktober | 19 Uhr | MIT UNSEREM ERSTEN BÜRGERMEISTER DR. PETER TSCHENTSCHER

Liebe Genossinnen und Genossen,

ihr wisst, wir in Hamburg-Mitte sind immer für eine Überraschung gut. Deshalb möchte ich unseren Oktober-Termin „Peter Tschentscher im Gespräch“ einmal anders gestalten als sonst. Raus aus der Turnhalle oder dem Sitzungssaal. Wir schippern gemeinsam mit unserem Bürgermeister über die Elbe und sehen uns den Bezirk mal vom Wasser aus an.

Auf einer großen Hafenrundfahrt haben wir die Möglichkeit, mit unserem Peter zu schnacken und die Fragen zu stellen, die uns unter den Nägeln brennen. Außerdem werden neben meiner Wenigkeit natürlich auch die Bezirksabgeordneten sowie Kandidaten für die kommende Bürgerschaftswahl aus Hamburg-Mitte mit an Bord sein.

Ihr lieben Genossinnen und Genossen kennt unseren Ersten Bürgermeister und auch unsere Abgeordneten in der Bezirksversammlung und der Bürgerschaft. Deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, dass wir so viele Bürger wie möglich mit aufs Schiff nehmen. Bitte erzählt Euren Nachbarn, Euren Freunden, den Kollegen bei der Arbeit oder in Euren Vereinen von unserer Schifffahrt mit Peter Tschentscher.

Die Plätze sind begrenzt, bitte habt Nachsicht, dass nicht jeder dabei sein kann. Im Kreisbüro gibt es einen Veranstaltungsflyer. Verteilt ihn an Euren Freundeskreis, legt ihn in Euer Treppenhaus oder hängt ihn ans schwarze Brett Eures Vereins.

Wenn ihr Interesse habt, ruft bei unserer großartigen Kreisgeschäftsführerin Sabrina an unter: 040 246989 oder schreibt ihr eine Mail: buero@spd-hh-mitte.de

Am 25. Oktober bekommen dann alle Teilnehmer eine feste Zusage von mir.

Euer Johannes